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Auf du junger Wandersmann - Volksweise aus Franken

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Auf, du junger Wandersmann! Jetzo kommt die Zeit heran,
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die Wanderzeit, die gibt uns Freud.
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Woll'n uns auf die Fahrt begeben, das ist unser schönstes Leben,
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große Wasser, Berg und Tal, anzuschauen überall.

An dem schönen Donaufluß findet man ja seine Lust
und seine Freud' auf grüner Heid',
wo die Vöglein lieblich singen und die Hirschlein fröhlich springen;
dann kommt man vor eine Stadt, wo man gute Arbeit hat.

Mancher hinter'm Ofen sitzt und gar fein die Ohren spitzt,
kein Stund vor's Haus ist kommen raus.
Den soll man als G'sell erkennen oder gar ein' Meister nennen,
der noch nirgends ist gewest, nur gesessen in sein'm Nest?

Mancher hat auf seiner Reis' ausgestanden Müh und Schweiß
und Not und Pein; das muß so sein.
Trägt's Felleisen auf dem Rücken, trägt es über tausend Brücken
bis er kommt nach Innsbruck 'rein, wo man trinkt Tirolerwein!

Morgens, wenn derTag angeht und die Sonn' am Himmel steht
so herrlich rot wie Milch und Blut.
Auf, ihr Brüder, laßt uns reisen, unserm Herrgott Dank erweisen
für die fröhlich' Wanderzeit, hier und in die Ewigkeit!

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